TUN – Neubau der Technischen Universität Nürnberg

Verhandlungsverfahren / Mehrfachbeauftragung // Nürnberg 2020-2021

Leistungen der FSW Düsseldorf

  • Prozesssteuerung, Moderation, Organisation und Gesamtkoordination des Verfahrens
  • Vorbereitung und Begleitung Verhandlungsverfahren (VgV)
  • Organisation und Moderation Vorbereitungsworkshop
  • Vorbereitung, Hosting und Durchführung aller digitale und hybriden Sitzungen
  • Formale und technische Vorprüfung und Erarbeitung der Entscheidungsvorlage

2017 wurde die Neugründung der Technischen Universität Nürnberg (TUN) durch den Ministerrat des Freistaates Bayern beschlossen. Das Vorzeigeprojekt des Freistaates wird in jeder Hinsicht modellhaft für ganz Europa sein: konsequent interdisziplinär, mit einem innovativen Fächerspektrum, neuen Lehrmethoden und einer zukunftsorientierten Organisationsstruktur. Dank des Dialogverfahrens unter Einbezug des know hows von vielen Mitstreiter*innen ist nun klar: Der Campus für bis zu 6.000 Studierende und 2.000 Beschäftigte wird als eigener und vernetzter Bestandteil Nürnbergs auf dem Areal des ehemaligen Nürnberger Güterbahnhofs entstehen und ein entscheidender Impuls für die Wirtschaftsentwicklung der Region sein.

FALTIN+SATTLER wurde vom Freistaat Bayern bzw. dem Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg mit der Steuerung, Moderation und Durchführung eines Planungsprozesses zur Findung einer Struktur-und Rahmenplanung für den neuen Campus der TUN beauftragt. Neben städtebaulich und freiraumplanerischen Themen, galt es dabei vor allem zeitgemäß nachhaltig zu agieren und Mobilität, aber auch Natur- und Artenschutz integrativ und bereits von Anfang an zu betrachten.

Um hierfür die bestmögliche Qualität zu gewährleisten und gleichzeitig den Dialog zwischen Expert*innen, Planer*innen, Fachleuten und vielen weiteren Akteuren zu gewährleisten, wurde ein vielstufiger Planungsprozess mit vier International erfahrenen Planungsteams durchgeführt. Der Vorbereitungsworkshop fand unter der gewohnt animierenden Moderation von Jörg Faltin im September 2020 in der Messe Nürnberg mit vielfältigsten Akteuren statt. Themen wie urbaner Campus, lebendiger Campus, mobiler Campus, nachhaltiger Campus und digitaler Campus ebneten den Weg für den Stadt-Dialog und waren ein gutes Fundament für den Start der vier Planungsteams aus ganz Europa.

Die Teams wurden im Sommer 2020 über ein dafür notwendiges Verhandlungsverfahren gewonnen und konnten jeweils ganz eigene Handschriften und Erfahrungen bei ähnlich komplexen Aufgaben einbringen.  Neben ADEPT, Kopenhagen mit Studio Vulkan, München, ASTOC, Köln mit LAND, Düsseldorf war dies auch KCAP / Kees Christiaanse, Zürich mit Karres en Brands, Hilversum sowie Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt a.M. mit TOPOS, Berlin, jeweils verstärkt mit weiteren Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsexperten. Die Ideen und Beiträge für die TUN konnten nicht vielfältiger sein. Der Planungsprozess startete im Oktober 2020 und wurde ausschließlich digital durchgeführt. Eine Expertenkommission, besetzt aus Fachleuten und Vertreter*innen der beteiligten Ressorts des Freistaates Bayern, der Stadt Nürnberg und der TUN, kam mehrfach virtuell zusammen und diskutierte die Vorschläge der Planungsteams und das zukünftige Bild für den Campus der TUN.

In der Entscheidungssitzung im April 2021, die auch unter Teilnahme weiterer ministerialer Vertreter*innen, als hybride Veranstaltung durchgeführt wurde, konnte schließlich die Entscheidung für den Beitrag des Teams Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt a.M. mit TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung, Stadtforschung, Berlin, Habermehl & Follmann, Rodgau und GEO-Net Umweltconsulting, Hannover getroffen werden. Die Planung wird nun weiter ausgearbeitet, bevor die einzelnen Bausteine über Wettbewerbe und weitere qualitätssichernde Verfahren präzisiert werden.

TUN – Neubau der Technischen Universität Nürnberg

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