Freiburg Kleineschholz

2- stufiger Einladungswettbewerb für Architektinnen / Architekten und / oder Stadtplanerinnen / Stadtplaner mit Landschaftsarchitektinnen / Landschaftsarchitekten mit 3 begleitenden Bürgerdialogen // Freiburg 2018

Leistungen der FSW Düsseldorf

  • Vorbereitung, Organisation und Gesamtkoordination des Verfahrens
  • Formale und technische Vorprüfung
  • Vorbereitung, Durchführung und Moderation der Öffentlichkeitsarbeit mit Bürgerdialogen

Die Stadt Freiburg im Breisgau wächst. Als Schwarmstadt wird dieses Stadtwachstum weiter anhalten. Um wichtige Landschaftsressourcen außerhalb und innerhalb der Stadt langfristig zu schützen, verfolgt die Stadt Freiburg eine Nachverdichtung von zentralen und infrastrukturell sehr gut eingebundenen Flächen. Dies betrifft auch den Stadtteil Stühlinger und das Wettbewerbsgebiet Kleineschholz. Die hervorragende Lage in Altstadtnähe und die gute verkehrliche Anbindung an den Hauptbahnhof und an das gesamte Stadtgebiet bietet beste Voraussetzungen für die Entwicklung eines neuen kompakten, urbanen und lebendigen Stadtteils.

Das Wettbewerbsgebiet umfasst eine Fläche von rund 13 ha und liegt im direkten Umgriff des “Neue Rathaus im Stühlinger” von Architekt Christoph Ingenhoven, welches um einen zweiten und dritten Bauabschnitt erweitert wird. Im Fokus des Wettbewerbs steht die Entwicklung eines lebendigen Wohnquartiers mit bis zu 1.000 neuen Wohnungen. Ein Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe ist zudem die Integration eines ca. 3-4 ha umfassenden und zusammenhängenden Freiraums, der auch - wo fachlich sinnvoll - den natur- und artenschutzrechtlichen Ausgleich zu den zu bebauenden Flächen beinhalten soll. Eine mögliche Rückbauoption der Sundgauallee als „ungeliebtes Kind der autogerechten Stadtplanung“ aus früheren Jahren, ist eine weitere Herausforderung der Aufgabenstellung im Wettbewerbsgebiet. Die Integration und Konzeption von Erlebniselementen „Wasser in der Stadt“ ist eine weitere Freiburger Besonderheit, zudem kann das Aufzeigen neuer Perspektiven für das urbane Gärtnern in Freiburg einen Beitrag zur Entwicklung eines lebendigen Stadtteils liefern.

Um bestmögliche städtebaulich-landschaftsplanerische Konzepte unter der breiten und größtmöglichen transparenten Beteiligung der Freiburger Öffentlichkeit für die weitere Planungsphase zu erhalten, hat sich die Stadt Freiburg dazu entschlossen, ein Wettbewerbsverfahren mit starker Einbindung der Öffentlichkeit (Bürgerdialogen) durchzuführen. Das Verfahren setzt sich aus zwei aufeinanderfolgenden, in sich abgeschlossenen städtebaulich-landschaftsplanerischen Planungswettbewerben nach RPW 2013 zusammen. Insgesamt drei Bürgerdialoge – vor der Stufe 1, zwischen beiden Bearbeitungsstufen, und nach Abschluss der Stufe 2 – begleiten den Wettbewerb und ermöglichen den Dialog zwischen Bürgerschaft, ausgewählten bis zu fünf Planungsbüros für die Stufe 2 und Fachexperten der Stadt Freiburg im Breisgau. Moderiert werden die drei Bürgerdialoge von Jörg Faltin.

Die Einbindung der Öffentlichkeit hat in Freiburg eine lange Tradition und eine hohe Priorität. Das Wettbewerbsgebiet hat stadtweite Bedeutung und ist damit nicht nur für die Bürgerschaft angrenzender Stadtteile, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt von Interesse. Die Stadt Freiburg folgt damit erstmalig dem bereits in anderen Bundesländern erprobten und zeitgemäßen Vorgehen der Beteiligungskultur bei Stadtentwicklungs- und Städtebauaufgaben.



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