Berlin Stiftsweg

VgV-Verfahren für Generalplaner mit vorbereitenden und begleitenden Nachbarschaftsdialogen // Berlin 2018

Leistungen der FSW Düsseldorf

  • Vorbereitung, Organisation und Gesamtkoordination des Verfahrens
  • Formale und technische Vorprüfung
  • Vorbereitung, Organisation, Moderation und Dokumentation der Nachbarschaftsdialoge

Die GESOBAU AG plant am Stiftsweg 4-43 und Wolfshagener Str. 106-114 Berlin Pankow eine komplexe Modernisierung, Sanierung, Aufstockung und die moderate Ergänzung von derzeit insgesamt 9 Zeilengebäuden mit überwiegend kleineren Wohnungen aus den Jahren 1958-1960. Das Projekt befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schlossparks, des Sommerbades und der Mendel-Grundschule von Pankow. Der Standort ist über die Lage des Stiftsweges samt Tram-Trasse zweigeteilt, es gibt ein Nord- und ein Süd-Areal. Das Areal zeichnet sich durch eine hervorragende integrierte städtische Lage, nordöstlich des Pankower Zentrums, mit wichtigen Nahversorgungs-, Dienstleistungs- sowie sozialen und kulturellen Angeboten aus. Das Programm für beide Bereiche sieht derzeit Dachgeschossausbauten (BGF ca. 8.130 qm), Bestandssanierungen (BGF ca. 25.289 qm) und Ergänzungen / Neubauten (BGF ca. 16.554 qm) für zeitgemäßes Wohnen im preisgünstigen Segment vor.

Zum Projektumfang gehören neben der Sanierung / Modernisierung und Dachgeschossausbauten auch An- und Neubauten zur Ergänzung der heute prägenden Zeilenstruktur, um auch über dieses Projekt einen Beitrag zur Stabilisierung des Berliner Wohnungsmarktes leisten zu können. Dabei muss ein zeitgemäßes städtebauliches Erscheinungsbild sichergestellt und für die Wohnbereiche und die dazugehörigen Freiräume eine hohe Wohnqualität erhalten bleiben. Im Rahmen der Projektbearbeitung ist auch zu untersuchen, unter welche Rahmenbedingungen und Vorgaben ein Abriss bzw. Teilabriss vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen empfehlenswert sein kann. Die planungs- und bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen zur Realisierung und Genehmigungsfähigkeit nach BauGB § 34 sind auf der Basis einer ersten, vorbereitenden Machbarkeitsstudie bereits grob abgestimmt. Die Machbarkeitsstudie schafft durch den gewählten städtebaulichen Ansatz, die heutige Zeilenstruktur aus Gründen für mehr Privat- und Gemeinschaftlichkeit in den grünen Zwischenräumen zu schließen und damit auch die nach außen wirksamen Brandwände der Zeilen aufzuwerten und ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu generieren.

Die GESOBAU AG möchte in Berlin neue Wege gehen und die Bewohnerinnen und Bewohnern und die Nachbarschaft in der Planung und Umsetzung der Maßnahme frühzeitig informieren und beteiligen. Aus diesem Grund werden vor und nach dem Vergabeverfahren nach VgV insgesamt drei Nachbarschaftsdialoge durchgeführt. Die ersten beiden Nachbarschaftsdialoge, fanden im Frühjahr 2017 unter der Moderation von Jörg Faltin, Düsseldorf statt und dienten der Information der Mieterinnen und Mieter zu den anstehenden Veränderungen, dem Vorgehen und der Vorbereitung des Verfahrens. Gleichzeitig konnten konkrete Anregungen und Hinweise gegeben werden, die als Modifikations- und Änderungswünsche auf Grundlage der Machbarkeitsstudie in das anschließende Vergabeverfahren einflossen.

Ein weiterer Nachbarschaftsdialog zum Ergebnis des Vergabeverfahrens ist für den Herbst 2018 geplant.

Das GESOBAU-Projekt WHG 3047 - Stiftsweg steht für eine ganzheitliche Betrachtung im Sinne der Unternehmensziele für den Wohnungsbau Berlin. Kostengünstiges, qualitätsvolles sowie effektives und energetisch optimiertes Bauen stehen dabei im Vordergrund der Projektbearbeitung. Als besondere Herausforderung gilt die Sanierung / Modernisierung im Bestand und die Entwicklung eines stufenweisen Realisierungskonzeptes.


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