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Erste Entwurfswerkstatt in Luxemburg startet

Am 29.03.2019 ist es soweit: die erste professionelle Entwurfswerkstatt für das Großherzogtum Luxemburg startet mit einem 7-tägigen Kompaktprogramm auf dem Plateau der Industriekultur inmitten des 60 ha großen, ehemaligen Stahlwerks Esch-Schifflange.

Mit Spannung werden die städtebaulichen Leitkonzepte erwartet, die „live“ vor Ort unter Beteiligung von 4 renommierten Entwurfsteams mit der Kompetenz aus ganz Europa entwickelt werden. Als Pilotprojekt von gleich 7 involvierten Ministerien Luxemburgs und der Kompetenz der erfolgreichen AGORA Entwicklungsgesellschaft (50% Staat Luxemburg und 50% ArcelorMittal) wird auch die Beteiligung der Bevölkerung der Stadt Esch-sur-Alzette und der Gemeinde Schifflange mit Spannung erwartet. Mit der Betreuung des Verfahrens über das Büro FALTIN+SATTLER hat man erfahrene Betreuer engagiert. Moderator Jörg Faltin kann auf einen sehr umfangreichen Erfahrungsschatz ähnlich gelagerter Projekte zurückgreifen.

 

Jörg Faltin, Düsseldorf (DE)
Moderator / médiateur - conférencier - présentateur
FALTIN+SATTLER - Düsseldorf
Geboren 1966 in der Metropolregion Rhein-Ruhr (DE)

Nach seinem Studium war Jörg Faltin Projektleiter rund um zahlreiche „Stadtentwicklungs- und Städtebauprojekte“ in einem renommierten Städtebaubüro. Bereits 1994 gründete er mit diesem Wissen und nur zwei Jahre nach seinem Diplom sein erstes eigenes Büro. Motiviert durch die IBA EmscherPark konnte er viele Projekte in der Metropolregion Rhein-Ruhr und rund um den Strukturwandel des „Ruhrgebietes“ von Anfang an begleiten. Eine Kette von Direktbeauftragungen moderativer Werkstattverfahren in der Landeshauptstadt Düsseldorf und der gesamten Rheinschiene war das Fundament des 2002 gemeinsam mit Andreas M. Sattler gegründeten Büros FALTIN+SATTLER (FSW Düsseldorf GmbH) am Rheinufer. Seitdem haben die beiden befreundeten Partner mehr als 150 Projekte erfolgreich durchgeführt. So gehört die Moderation und Steuerung komplexer Planverfahren, das Management von Wettbewerben im Städtebau- und Hochbau sowie Vergabeverfahren ebenso zum Portfolio wie die Durchführung dialogorientierter Planverfahren mit dazugehöriger Öffentlichkeitsarbeit. Auch klassische Aufgaben des Städtebauentwurfs oder der Bauleitplanung gehören nach wie vor zum Tätigkeitsfeld.

Zu der Projektvielfalt und zum Erfahrungsschatz von Jörg Faltin zählen unter anderem: 

  • Moderation und Durchführung von speziellen, mehrstufige Städtebau- und Hochbauwettbewerben mit Öffentlichkeitsbeteiligung, u.a.: Neuer Stadtteil Freiham Nord 2. RA mit 25.000 neuen Einwohnern für die Landeshauptstadt München (2017) sowie in Freiburg zum „Stühlinger West“ in Altstadtnähe (2019), der landscape Masterplanung zum neuen adidas-campus in Herzogenaurach (2015), der Neunutzung der Trabrennbahn Recklinghausen (2016), sensiblen Nachverdichtungen in Berlin-Pankow (2018), zum „cruise terminal“ zur Hafen-City in Hamburg (2015) sowie zum gesamten Kö-Bogen Düsseldorf als Herz der NRW-Landeshauptstadt mit einer kontinuierlichen Betreuung über 10 Jahre hinweg (2006-2016),
  • Konversionsprojekte für die gesamte Stadt Osnabrück (360 ha), Münster-York (50 ha), Herford (15 ha), Düsseldorf-Tannenstraße (18 ha) und Reitzenstein (24 ha) alle größtenteils bereits vollständig realisiert,
  • Dialogverfahren mit Entwurfswerkstätten „vor Ort“ zum Olympisches Dorf für Düsseldorf / Rhein-Ruhr 2012 sowie Rheinhafen Krefeld, Neue Hochschulstadt Bielefeld, Industriekulturareal „pose marré“ Erkrath,
  • Städtebauliche Rahmenpläne zu alten Industriearealen, u.a.: Zeche Königsborn III/IV Bönen (1. Preis), Industrieterrassen Arnsberg (Direktauftrag), Zeche Emscher-Lippe II/IV (1. Preis),
  • Wettbewerbsbetreuung und Projektmanagement, u.a.: Müngersdorfer Stadion Köln (heute Rheinenergie-Stadion) sowie Begleitung der Hochbauwettbewerbe für gleich drei internationale Museen der Stadt Köln: Wallraf-Richartz-Museum, Rautenstrauch-Joest-Museum und Diözesan-Museum, 
  • Werkstattverfahren mit Stadtteilforen zu den neue Stadtquartieren Düsseldorf (Güterbahnhofareal, 38 ha / 2002 – heute komplett realisiert) mit 300 Beteiligten und besondere Entwurfswerkstatt Zeche Ewald 1/2/7 Herten mit mehr als 700 Gästen,
  • Integrierte Stadtentwicklungskonzepte und Innenstadtkonzepte mit Einbindung der jeweiligen Stadtgesellschaften und besonderen Veranstaltungsformaten, u.a. in Aachen, Wülfrath, Erkrath, Gladbeck, Datteln, Solingen und vielen weiteren Städten,
  • Zahlreiche, spezielle Verfahren zu öffentlichen Räumen und Hauptbahnhöfen, so aktuell 2018 zum „Entree für NRW“, dem Hauptbahnhof Düsseldorf samt Konrad-Adenauer-Platz, und bereits 2002 zum Hauptbahnhof München sowie zu den U-Bahnhöfen der Wehrhahnlinie gemeinsam mit Künstlern und Architekten in Düsseldorf.

Jörg Faltin war Moderator, Kurator und Durchführender der Stadtentwicklungsperspektive Mönchengladbach MG 3.0, welches in Zusammenarbeit mit Sir Niclas Grimshaw (grimshaw architects, London (UK)) die Perspektive der Stadt „der zwei Herzen“ am Gladbachtal erneuerte. Ab 2019 kümmert sich Jörg Faltin gemeinsam mit Star-Landschaftsarchitekt Andreas Kipar, Mailand (IT) um die Zukunftsperspektive des Rheinischen Braunkohle-Tagebau-Reviers (mehr als 1.000 ha) nach dem von der Bundesregierung im Rahmen der Energiewende beschlossenen Ausstieg für 2035.

Neben der Bürotätigkeit im engen Zusammenspiel mit Partner Andreas M. Sattler und erfahrener Projektleiterin Antje Ehlert übernahm Jörg Faltin in der Vergangenheit diverse Herausforderungen rund um die Lehre des „Städtebaus“, so u.a. eine Vertretungsprofessur „Städtebauliches Entwerfen“ an der Fachhochschule Trier. Lehraufträge „Stadtökologie und Städtebauliches Entwerfen“ an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe / Höxter, an der UNI-Gesamthochschule Wuppertal, an Architekturfakultät in Mailand (IT), und an der Fachhochschule Bochum.